Sehenswerte Orte in Österreich: zwischen Alpen und Ostgrenze
Wer abseits der bekannten Namen unterwegs sein möchte, findet in fast jedem Tal ein Ziel, das nur regional bekannt ist. Genau dort lohnt der Weg oft am meisten.
Die wichtigsten Zieltypen
Die Höhenlage bestimmt die Saison. Ziele über 1.500 Metern sind meist erst ab Juni sinnvoll erreichbar, im Tal beginnt die Saison Monate früher.
Im Westen dominieren Berge und Bergseen, im Osten Flachland, Weinbau und der Neusiedler See als größte Wasserfläche.
Baden, Wandern und Aussicht
Der Neusiedler See im Burgenland ist ein Steppensee mit sehr geringer Tiefe. Er erwärmt sich früh und ist stark vom Wind geprägt, was ihn für Segeln und Surfen prädestiniert.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
| Hochalpen | Tirol, Salzburg, Kärnten | Juni bis Oktober |
| Seen | Salzkammergut, Kärnten | Mai bis September |
| Klammen | quer durch die Alpenregionen | Frühjahr bis Herbst |
| Flachland und Steppensee | Burgenland | ganzjährig |
Schluchten als Ausflugsziel
In den Schluchten ist es deutlich kühler und feuchter als draußen. Eine zusätzliche Schicht und rutschfeste Schuhe sind kein übertriebener Aufwand.
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Stadtluft zwischen Wien und Bregenz
Graz, Linz und Salzburg sind kompakt genug, um an einem Tag zu Fuß erkundet zu werden. Die Altstädte liegen jeweils sehr zentral. Einen breiteren Überblick zu Land und Leuten findet man unter znaki.fm.
Museen haben in der Regel einen Schließtag pro Woche, häufig Montag. Ein Blick auf die Öffnungszeiten spart eine vergebliche Anreise.
Öffentlich oder mit dem Auto?
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung. Weitere Einträge zu Ausflugsziele in allen Bundesländern sind nach Kategorien sortiert.
Bei beliebten Zielen sind Parkplätze im Sommer früh voll. Manche Täler sind an Spitzentagen für den Individualverkehr gesperrt.
Was sich mit Kindern eignet
Ein Wechselgewand im Rucksack erspart bei Bachläufen und Seen viel Diskussion.
Museen und Schauhöhlen sind gute Ausweichziele bei schlechtem Wetter und in fast jeder Region vorhanden.
- Region festlegen, dann erst einzelne Ziele auswählen
- Saison und Höhenlage abgleichen
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln prüfen
- Wegzeiten realistisch ansetzen, Höhenmeter zählen
- Wetterbericht am Morgen noch einmal ansehen
Die unbekannteren Plätze
Manche Ziele sind bewusst nicht ausgeschildert, um sie zu schützen. Diese Entscheidung sollte man respektieren.
Gespräche vor Ort bringen die besten Hinweise. Wirtsleute und Hüttenpersonal kennen die Umgebung besser als jede Beschreibung.
Die Wintersaison im Gelände
Rodelbahnen sind meist beleuchtet und auch am Abend befahrbar. Der Aufstieg zu Fuß gehört bei den meisten dazu.
Städtebesuche funktionieren im Winter besonders gut. Museen, Kaffeehäuser und Adventmärkte füllen den Tag ohne Abhängigkeit vom Wetter.
Die Raggaschlucht im Kärntner Mölltal ist eines der bekannteren Beispiele und wird über eine Steganlage entlang des Wasserlaufs erschlossen.
Wasser als Landschaftsmerkmal
Die Wasserführung hängt stark von der Schneeschmelze ab. Im Frühsommer sind Fälle deutlich eindrucksvoller als im Spätsommer nach längeren Trockenperioden.
Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern gehören zu den höchsten Europas und sind über einen ansteigenden Wasserfallweg erschlossen, der mehrere Aussichtspunkte verbindet.
Verhalten gegenüber Tieren und Pflanzen
Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.
Feuer ist außerhalb ausgewiesener Stellen fast überall verboten. In Trockenperioden gelten zusätzlich befristete Verbote.
Gebaute Geschichte im Land
Kombitickets aus Führung und Verpflegung sind verbreitet und meist günstiger als die Einzelposten zusammen.
Klöster betreiben häufig eigene Gärten, Bibliotheken oder Gaststätten. Führungen finden zu festen Zeiten statt und sind meist nicht spontan buchbar.
Zwischen gratis und kostenpflichtig
Seezugänge sind teils kostenpflichtig, teils frei. Die öffentlichen Zugänge sind vorhanden, aber nicht immer gut ausgeschildert.
Klammen und Schauhöhlen verlangen meist einen einstelligen Eurobetrag, der die Instandhaltung der Anlagen finanziert.
Ausrüstung und Sicherheit
Ausreichend Wasser ist wichtiger als Verpflegung. Quellen sind nicht überall vorhanden und nicht überall trinkbar.
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo.
Die Saison ist begrenzt. Die meisten Klammen öffnen im Frühjahr und schließen im Herbst, weil die Anlagen im Winter nicht sicher begehbar sind.
Nach starken Regenfällen kommt es zu kurzfristigen Sperren. Ein Blick auf die Seite des Betreibers vor der Anfahrt ist deshalb sinnvoll.
Märkte als eigenes Ziel
Bargeld ist auf Märkten weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleinen Ständen selten.
Ein Marktbesuch sagt mehr über den Alltag einer Stadt aus als die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Österreich
Gibt es Nationalparks in Österreich?
Ja, sechs. Die Hohen Tauern sind das größte Schutzgebiet der Alpen, der Nationalpark Neusiedler See im Osten ist landschaftlich das Gegenteil davon.
Was kostet ein Ausflugstag?
Das Wandern selbst nichts. Die Kosten entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr, wobei die Bahn meist der größte Posten ist.
Wo ist es am wenigsten überlaufen?
Eine Talstufe weiter oder in Seitentälern, bei landschaftlich vergleichbarem Angebot. Der Aufwand bei der Anreise ist meist etwas höher.
Im Winter gelten eigene Anforderungen. Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht und gehört zur Vorbereitung.